Freitag, 6. November 2026 von Dr. Wolfram Klöber Barsinghausen
Warum wir jagen und wie wir darüber sprechen
Warum gehen Menschen auf die Jagd? Was fasziniert sie daran? Und warum begegnen manche Menschen der Jagd mit so viel Ablehnung? Mit diesen Fragen beschäftigte sich ein ebenso spannender wie diskussionsreicher Abend des Hegerings Barsinghausen.
Susanne Bauer, Diplompsychologin und Mitglied des Hegerings, hatte zu einem Austausch über das Thema „Jagd und Psychologie“ eingeladen. Dabei ging es nicht nur um die Beweggründe von Jägerinnen und Jägern, sondern auch um die Frage, wie die Jagd in der Gesellschaft wahrgenommen wird. Viele Menschen haben heute nur noch wenig direkten Bezug zur Natur und zur Jagd. Umso wichtiger ist es, jagdliches Handeln verständlich zu erklären und auch Menschen zu erreichen, die der Jagd kritisch gegenüberstehen. Doch warum reagieren manche Jagdgegner so emotional oder sogar aggressiv? Welche psychologischen Hintergründe können dabei eine Rolle spielen? Und wie können Jägerinnen und Jäger auf Vorwürfe und Kritik sachlich und selbstbewusst reagieren? Susanne Bauer beleuchtete diese Fragen aus psychologischer Sicht und gab Anregungen für einen konstruktiven Umgang mit unterschiedlichen Einstellungen. Mit den Zuhörern entwickelte sich eine lebhafte Diskussion, in die die Teilnehmenden viele eigene Erfahrungen einbrachten. Der Abend zeigte, dass es sich lohnt, die Jagd auch einmal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Ein ungewöhnliches, aber hochaktuelles Thema im Veranstaltungsprogramm des Hegerings, das zum Nachdenken anregte und neue Perspektiven eröffnete.
Fotos und Text: Wolfram Klöber